STORYTELLING IN PRODUKTBESCHREIBUNGEN – GEHT DAS?

Alle sprechen über Storytelling – aber was bedeutet das eigentlich für Deinen Online-Shop? Und kann man sogar in Produktbeschreibungen Geschichten erzählen? Hier findest Du Antworten auf diese Fragen und drei hilfreiche Text-Tipps für Deine Shop-Texte!

Das It-Girl im Marketing

Schon lange gilt Storytelling als das Buzzword im Content-Marketing. Nichts geht mehr an den Geschichtenerzählern von heute vorbei. Überall blinken die 12 Buchstaben in grellen Neonfarben und einer umwerfenden Lichtshow auf. Konferenzen und andere Veranstaltungen ködern Besucher mit Workshops zum Geschichten erzählen. Storytelling ist quasi das It-Girl unter den Marketing Strategien.

Aber was bedeutet der Begriff eigentlich ganz genau? Auf jeden Fall gibt es eine ganze Menge Literatur – sowohl offline, als auch online. Eine Google-Suche bringt etwas über 90 Millionen Treffer und verrät: Storytelling ist eine Erzählmethode, die dem Zuhörer oder Leser Wissen leichter verständlich machen soll und dieses Wissen in seinem Gedächtnis verankert. So weit so gut.

Storytelling – kann das was?

Im Grunde genommen ist Storytelling ein alter Hut. Seit Jahrtausenden erzählt sich die Menschheit Geschichten – angefangen bei Höhlenmalereien, über Märchenerzähler am Lagerfeuer und Minnesänger bis hin zum Buchdruck und der Massenverbreitung von gedruckten Geschichten. Heute sind wir mehr denn je von kleinen und großen Erzählungen umgeben: Werbespots, Snapchat und Instastories, Bücher, Zeitschriften und Blogs, Streamingdienste und Youtube.

Geschichten dienen uns als Leitbild, sie vermitteln uns Werte, nach denen wir unser Leben ausrichten können. Das hässliche Entlein, Rocky, Aladin – sie alle lehren uns, dass auch ein Bettler zum König werden kann. Solche Erzählungen berühren uns emotional, sie sind tief in unserer Psyche verankert.

Storytelling in Produktbeschreibungen – geht das?

Geschichten, die der Online-Shop schreibt

Es gibt Online-Shops, die das Storytelling großartig beherrschen. Von Anfang bis Ende spielen Design, Fotografie und Text eine aufeinander abgestimmte Rolle; sie erzählen eine formvollendete Geschichte. Ein gutes Beispiel dafür ist das Label WP Standard (www.wpstandard.com/). Lederaccessoires für Männer, die mit wenigen ausgewählten Stücken ein Leben in Freiheit genießen. Der Text ist sehr reduziert, in Kombination mit den plakativen Bildern sehr aussagekräftig.

Ein Beispiel für die Damen ist das Berliner Label Liebelei (https://liebelei.co). Dieses Label zeigt, wie sich ein Thema (in diesem Fall „Liebe“) durch einen ganzen Online-Shop ziehen kann – von der About-Seite über die Produktbeschreibung bis hin zum Newsletter.

Können Produktbeschreibungen Geschichten erzählen?

Aber können nun Produktbeschreibungen Storytelling betreiben? Jein.

Für sich allein genommen kann keine Produktbeschreibung eine ganze Geschichte erzählen. Dafür muss sie mit dem gesamten restlichen Online-Shop zusammenspielen. Hat das Produkt aber eine gute Geschichte zu erzählen, dann lässt sie sich bis hin zum kleinsten Element im Shop herunterbrechen – auch bis zu jeder einzelnen Produktbeschreibung.

 

So kannst Du Deine Story in der Produktbeschreibung fortführen

Und hier möchte ich Dir noch drei Tipps mit auf den Weg geben, wie Du Deine Markengeschichte mit jedem Wort auf Deinem Online-Shop erzählen kannst:

Tipp 1: Erstelle für Deinen Online-Shop Wortwolken

Um eine einheitliche Sprache auf Deinem Online-Shop zu etablieren, kannst Du im ersten Schritt sogenannte Wortwolken anlegen. Zum einen überlegst Du Dir, welche Worte die Werte Deines Unternehmens und/oder Deiner Produkte am besten widerspiegeln. Du kannst von Adjektiven über Verben bis hin zu Nomen alles sammeln. Das sind dann die Go-Words. Dasselbe kannst Du dann umgekehrt auch für die Nogo-Words machen; all jene Worte, die nicht zu Deiner Marke passen. So etablierst Du ein einheitliches Wording auf Deinem Online-Shop.

Tipp 2: Bleibe Deiner Story und Deinen Werten treu

Du hast Dich dazu entschieden ruhig und klar zu kommunizieren? Das ist vollkommen okay. Diesen Werten solltest Du jedoch treu bleiben – auch in Deiner Sprache. Wenn laute Worte und Phrasen wie „billig“, „jetzt sichern“ oder „Preisknüller“ nicht zu Dir und Deinen Produkten passen, dann bleib dabei. Nur weil andere als Marktschreier aktiv werden, musst Du nicht auch auf denselben Zug aufspringen. Erzähle Deine Geschichte und lass sie sich durch Deinen gesamten Online-Shop ziehen.

Tipp 3: Erzwinge nichts und bleib bei der Wahrheit

Eine Geschichte zu erzählen ist gut – allerdings nur, wenn sie wahr ist. Wenn Du kein totes Meerschweinchen oder eine dramatische persönliche Krise vorzuweisen hast, dann dichte Dir sie auch nicht herbei. Dasselbe gilt natürlich ebenso für Deine Produkte: Alle Angaben müssen korrekt sein. Auch, wenn Du vielleicht denkst, dass sich Deine Produkte so besser verkaufen würden - tun sie nicht. Denn eine Lüge oder Halbwahrheit wird Deinen Kunden früher oder später auffallen.

Besuche Ann-Christin auf ihrem Blog!

www.frauschmittschreibt.com/blo

2017-11-24T21:42:46+00:00

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